Der Zeitgeist kann sich schnell ändern

Zeitgeist

Die Bürger rebellieren gegen das Etablissement -

ZeitgeistKor­rup­ti­on und Vet­tern­wirt­schaft hat den Zeit­geist in Spa­ni­en ver­än­dert. Käuf­li­che Poli­ti­ker wur­den vor den Kadi zitiert und die kon­ser­va­ti­ve PP-Regie­rung gestürzt.

Zwei Wah­len brach­ten im Jah­re 2016 kei­ne neue regie­rungs­fä­hi­ge Mehr­heit. Die stol­zen Spa­ni­er leben auch ohne Regie­rung recht gut.

Es kön­nen zwar kei­ne neu­en Geset­ze ver­ab­schie­det wer­den, aber es wer­den auch kei­ne poli­ti­schen Allein­gän­ge gedul­det. Ein eigen­mäch­ti­ges “Wir schaf­fen das” des kom­mis­sa­risch amtie­ren­den Prä­si­den­ten Maria­no Rajoy, hät­te den schnel­len Knock-out zur Fol­ge.

Jede Gesell­schaft nimmt für sich in Anspruch in einem “auf­ge­klär­ten” Zeit­al­ter zu leben, das auch mit Zeit­geist umschrie­ben wird. Die­ser Zeit­geist oder gesell­schaft­li­che Stim­mung ent­schei­det über die Rezep­ti­on neu­er Ide­en.

Es ist zwar zunächst die eigen­mäch­ti­ge Poli­tik die über Kor­rup­ti­on, Kri­sen, Obdach­lo­sig­keit und Armut, Krieg, Hun­ger und Flücht­lings­strö­me ent­schei­det. Die Gesell­schaft kann es legi­ti­mie­ren, aber auch ableh­nen. Ein Pro­zess der sei­ne Zeit braucht. Erst wenn auch der ver­spro­che­ne Effekt, der Nut­zen und der dahin­ter ste­hen­de Gedan­ke von der Mehr­heit der Gesell­schaft ver­stan­den und ver­in­ner­licht wird – kann von einem Zeit­geist gespro­chen wer­den.

 

Ist der Zeitgeist zu beeinflussen?

Fal­sche Pro­pa­gan­da oder die Unter­drü­ckung ande­rer Mei­nun­gen kann das Welt­bild beein­flus­sen. Kommt die Wahr­heit jedoch ans Licht, wird sich die Mani­pu­la­ti­on spä­tes­tens bei den nächs­ten Wah­len rächen. Ent­täu­schung und ver­lo­re­nes Ver­trau­en kann sehr nach­hal­tig sein.

Wenn auch ein Schaf sei­nem Leit­tier lan­ge folgt, sprin­gen nicht alle gemein­sam in den Abgrund. Eini­ge erken­nen den dro­hen­den Absturz und schla­gen ande­re Wege ein.

Ein Mensch der sich deklas­siert, aus­ge­schlos­sen und nicht ernst genom­men fühlt macht sei­ner Wut Luft. Die Unzu­frie­den­heit mit der poli­ti­schen Eli­te beschä­digt aber auch immer mehr den zwi­schen­mensch­li­chen Umgang. Die Fami­lie und die Gesell­schaft spal­tet sich in Befür­wor­ter und Kri­ti­ker. Zuvor ver­bün­de­te Län­der gehen nun ihre eige­nen Wege. Euro­pa zer­bricht.

Viel­leicht gewollt – wird mit­ten durch die Gesell­schaft ein Keil getrie­ben. Das sozia­le Deck­män­tel­chen kann irgend­wann nicht mehr den eigent­li­chen Zweck ver­de­cken und offen­bart dann meist erst spä­ter die wah­ren Zie­le und Hin­ter­män­ner.

Mil­li­ar­den wer­den für Denk­fa­bri­ken, ver­deck­te Geheim­dienst-Ope­ra­tio­nen und Pro­pa­gan­da­zwe­cke aus­ge­ge­ben. Wenn eine Regie­rung sich die Hän­de nicht schmut­zig machen möch­te, ste­hen die­se Diens­te auch in einem “demo­kra­ti­schen” Land parat …und hier gel­ten ande­re Geset­ze.

Aus ehren­haf­ten Regie­run­gen, glaub­wür­di­ge Ban­ken, leis­tungs­fä­hi­gen Kon­zer­nen oder der barm­her­zi­gen Kir­che wird dann eine häss­li­che Frat­ze. Das Schei­tern von Hoff­nun­gen, die Demo­kra­tie als lee­re Hül­le und die glück­li­che Zukunft zer­platzt wie eine Sei­fen­bla­se.

Nicht Nächs­ten­lie­be oder huma­ni­tä­re Gedan­ken sind der Antriebs­mo­tor – son­dern Macht, Ein­fluss­nah­me und Geld­gier.

Ban­ken­kri­se, Euro­kri­se, Flücht­lings­kri­se – jeder Mensch weiß, dass wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gleich mehr­fach ein Ver­sa­gen von Staat und Sys­tem erlebt haben. Aber aus­spre­chen darf man es nicht? Die Din­ge beim Namen nen­nen darf man nicht? Zwei­feln darf man auch nicht?

Alles was die herr­schen­de Ober­klas­se sich aus­denkt und beschließt, ist angeb­lich gut für Deutsch­land, die Welt und sei­ner Bür­ger.

Unter­stüt­zung sys­tem­re­le­van­ter Ban­ken, Mil­li­ar­den für Grie­chen­land, frag­wür­di­ge Abkom­men mit der Tür­kei, im ver­bor­ge­nen aus­ge­han­del­te  TTIP oder CETA-Frei­han­dels­ab­kom­men – um nur eini­ge zu nen­nen.

 Warum habe ich das nicht früher bemerkt?

ZeitgeistOb Anhän­ger von Links, Rechts oder der Mit­te – die Fol­gen dür­fen alle gemein­sam aus­löf­feln. Spä­tes­tens dann, wenn es zu spät ist und alle im glei­chen Boot sit­zen, wird Einig­keit herr­schen.

Natür­lich wird Deutsch­land nicht am Hin­du­kusch ver­tei­digt. Auch gehört der Islam nicht zu Deutsch­land.

War­um kämp­fen deut­sche Sol­da­ten im Nahen Osten oder im afri­ka­ni­schen Mali?

War­um rol­len Bun­des­wehr-Pan­zer heu­te an die rus­si­sche Gren­ze in Litau­en? War­um sind deut­sche Prä­zi­si­ons­waf­fen an allen Kri­sen­her­den der Erde im Ein­satz?

Erklä­run­gen wer­den gleich pas­send mit­ge­lie­fert und Kri­tik ist nicht erwünscht.

Fak­ten – die ein Über­den­ken erfor­dern. Nicht abwar­ten bis es zu spät ist. Noch ist etwas Zeit und nicht wie ein wil­len­lo­ses Schaf in den Abgrund ren­nen.

Schlag­zei­le: “Die Deut­schen glück­lich, wie lan­ge nicht”

Das kann jeder selbst über­prü­fen. Nicht jeder Unsinn der auf­ge­tischt wird ent­spricht auch der Wahr­heit. Den eige­nen Kopf benut­zen, zwei­mal Nach­den­ken und eine eige­ne Mei­nung bil­den und dann han­deln. Die Geschich­te wird in Zukunft über den heu­ti­gen Zeit­geist berich­ten den Du mit­ge­stal­tet hast.

Wem das alles zu lan­ge dau­ert, kann gleich sei­ne “Sie­ben Sachen” packen und das glück­se­li­ge Land ver­las­sen. Genau die­se Situa­ti­on beschreibt mein neu­er Tat­sa­chen­ro­man “Emi­grant im eige­nen Land” der die­se Gedan­ken in die Tat umsetzt und an uner­war­te­ten Gren­zen fast zu schei­tern droht, aber schließ­lich doch noch einen glück­li­chen Aus­gang fin­det.

 

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei