Ebola Kreuzfahrt Verdacht

Ebola Kreuzfahrt Carnival Magic

Ebola Kreuzfahrt – Schiff ohne Hafen

Ebola Kreuzfahrt Carnival Magic

Es war nur eine Fra­ge der Zeit bis der ers­te Ebo­la Ver­dachts­fall auf einem Kreuz­fahrt­schiff auf­tritt. Erwischt hat es die ame­ri­ka­ni­sche Car­ni­val Magic  (Foto:Carnival Crui­ses) mit über 5000 Pas­sa­gie­ren und Besat­zungs­mit­glie­dern an Bord. Eine Kran­ken­schwes­ter die bei der Behand­lung und Unter­su­chung des ers­ten US Ebo­la Pati­en­ten betei­ligt war, hat nach dem Tod des Pati­en­ten Ent­span­nung bei einer Kreuz­fahrt gesucht. Obwohl die Frau kei­ne Sym­pto­me einer Ebo­la Erkran­kung auf­weist, wur­de sie sofort nach Bekannt­wer­den mit den beschei­de­nen Bord­mit­teln in Qua­ran­tä­ne gesteckt und von den übri­gen Pas­sa­gie­ren getrennt.

Die Car­ni­val Magic ist zur Zeit in der Kari­bik unter­wegs. Kein Land ist jetzt mehr bereit das Ebo­la Kreuz­fahrt Schiff in sei­nen Hafen Ein­lau­fen zu las­sen. Die Behör­den von Beli­ze und heu­te auch der mexi­ka­ni­schen Insel Cozu­mel haben ihre Erlaub­nis wider­ru­fen. Es bleibt der Car­ni­val Magic nun nichts ande­res übrig, als zurück in die USA zu fah­ren. Mit dem US-Außen­mi­nis­te­ri­um wur­den ent­spre­chen­de Vor­sichts­maß­nah­men bereits abge­spro­chen.

Die Ebola Kreuzfahrt ist nur ein Beispiel

Ob sich nun der Ebo­la Kreuz­fahrt Ver­dacht bestä­tigt oder auch nicht – Panik und Unsi­cher­heit macht sich breit. Jede grö­ße­re Men­schen­an­samm­lung, jeder Flug und auch jede Kreuz­fahrt erhöht das poten­ti­el­le Risi­ko ange­steckt zu wer­den. Das wird zumin­dest geglaubt.

Dazu bei­getra­gen hat natür­lich auch die Über­heb­lich­keit eini­ger Län­der wie der USA oder Spa­ni­en die demons­trie­ren woll­ten, wie sie im Rah­men ihres sozia­len Enga­ge­ment mit dem Virus fer­tig wer­den. Nicht nur die Pati­en­ten sind gestor­ben, son­dern auch eige­nen Pfle­ge­kräf­te haben sich infi­ziert. Trotz aller moderns­ten Qua­ran­tä­ne Tech­nik schaff­te es das Virus auch geschütz­te Per­so­nen zu befal­len… und mit Deutsch­land bin ich mir auch nicht sicher.

Jetzt hat die Pres­se und die täg­li­chen TV Nach­rich­ten nur noch ein The­ma …Ebo­la. Ob die Hong­kong Grip­pe oder die Schwei­ne­pest alles wur­de bis­her dra­ma­ti­siert und ist heu­te fast ver­ges­sen.

Bei Ebo­la scheint es etwas ande­res zu sein. Das Virus ist intel­li­gen­ter und lässt sich nicht so leicht ein­krei­sen. Bereits 4400 Men­schen in West­afri­ka sind an Ebo­la gestor­ben und ein Ende ist nicht abzu­se­hen.

Seit 1976 ist das Ebo­la Virus bereits bekannt, aber noch kein wirk­sa­mes Medi­ka­ment oder ein Impf­stoff ent­wi­ckelt wor­den. Es gab bis­her für die selbst geprie­se­nen Men­schen­freun­de, die Phar­ma­kon­zer­ne, nichts zu ver­die­nen. Erst jetzt wird geforscht und das Ergeb­nis wird sicher rei­chen Gewinn ein­fah­ren.

Dabei ist über­haupt nicht klar, woher das Virus stammt. Es ist wohl in Afri­ka erst­ma­lig auf­ge­tre­ten, könn­te aber auch aus einem Bio­waf­fen-Labo­ra­to­ri­um aus fer­nen Län­dern stam­men. Das wer­den wir wohl nie erfah­ren.

Auch das Inter­es­se der west­li­chen Welt hier ernst­haft den “Armen” in Afri­ka zu hel­fen ist Maku­la­tur. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen ist von der zuge­sag­ten eine Mil­li­ar­de Dol­lar als Sofort­hil­fe bis­her nur 100.000 Dol­lar (rund 79.000 Euro) ein­ge­gan­gen. Nicht von einem rei­chen Land, son­dern aus Kolum­bi­en (Quel­le: New York Times).

Ebola Verdacht auch auf den Kanaren

Auch auf den Kana­ri­schen Inseln gab es ges­tern einen Ebo­la Ver­dachts­fall. In Tene­rif­fa wur­de ein aus Libe­ria kom­men­der Flug­pas­sa­gier mit Sym­pto­men in die Iso­lier­sta­ti­on des Can­del­aria Hos­pi­tal auf­ge­nom­men. Eine sofor­ti­ge Blut-Ana­ly­se in Madrid brach­te am Abend Ent­war­nung. Nur “Mala­ria” wur­de fest­ge­stellt. Sie­he dazu auch mei­nen Bei­trag: Ebo­la Epi­de­mie und die Kana­ri­schen Inseln

Es ist die Hys­te­rie die natür­lich jetzt einen erhol­sa­men Urlaub zunich­te machen kann. Ob mit oder ohne Ebo­la ist für die Gäs­te auf der Car­ni­val Magic der Urlaub jetzt gelau­fen. Tage­lang auf offe­ner See und kein Hafen will das “Aus­sät­zi­gen” Ebo­la Kreuz­fahrt Schiff aus Angst vor Anste­ckung auf­neh­men.

Das hät­te alles nicht sein müs­sen. Eine Behand­lung und Ein­däm­mung vor Ort wäre sicher der bes­se­re Weg gewe­sen. Erst der bewuss­te Import die­ser Seu­che in das eige­ne Land, hat die Angst und Hilf­lo­sig­keit mit den Fol­gen schlag­ar­tig bewusst gemacht und führt zu sol­chen Reak­tio­nen.

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