Feuer und Streik

Feuer

Feu­er und Streik pas­sen eigent­lich nicht zusam­men. Wenn dann noch die Feu­er­wehr, wie jetzt bei höchs­ter Wald­brand-Gefahr auf La Pal­ma streikt, wird die Sache bri­sant. Aber es gibt da noch den beding­ten oder “huma­nen” Streik. Doch zunächst zu den Ein­zel­hei­ten:

Feuer in San Isidro

FeuerZu einem Flä­chen­brand (Fotos: Bom­be­ros) kam es am Sams­tag Nach­mit­tag in Bre­ña Alta im Orts­teil San Isidro. Tro­cke­ne Wie­sen und Feld­flä­che stan­den gegen 13.50 Uhr in der Nähe des Cole­gio Púb­li­co CEIP Las Bre­ñas  (Grund­schu­le) in Flam­men. Das Feu­er konn­te rasch von der Feu­er­wehr “La Gra­ma” und wei­te­ren Hilfs­kräf­ten unter Kon­trol­le gebracht wer­den. Es besteht zur Zeit auf der gan­zen Insel höchs­te Wald­brand­ge­fahr.

Dazu kommt, dass die BRIF-Lösch­bri­ga­de (Bri­ga­da de Refu­er­zo con­tra Incen­di­os Fore­s­ta­les) mit den gel­ben Hub­schrau­bern, für höhe­re Löh­ne streikt. 900 Euro/Monat sei­en für einen aus­ge­bil­de­ten Feu­er­wehr­mann ein­fach zu wenig. Das sei der Tarif für einen nor­ma­len Forst­ar­bei­ter. Der Job sei gefähr­lich und auch die stän­di­ge Ein­satz­be­reit­schaft mit sei­nen Tag- und Nacht­diens­ten anstren­gend. Es ist ein spa­ni­en­wei­ter Streik aller an den Brenn­punk­ten ein­ge­setz­ten BRIF Bri­ga­den. Die Anstel­lung und Bezah­lung erfolgt direkt vom Umwelt­mi­nis­te­ri­um aus Madrid.

Im ech­ten Ein­satz­fall und das wird aus­drück­lich zuge­si­chert, ist der Streik aus­ge­setzt und jeder Mann steht an vor­ders­ter Feu­er­front.  Beru­hi­gend zu wis­sen, dass man sich – Streik hin oder her – auf die BRIF-Bri­ga­de dann ver­las­sen kann.

Es ist natür­lich der unpas­sends­te Zeit­punkt Lohn­for­de­run­gen zu stel­len. Aber die Deut­sche Bahn oder die Pilo­ten der Luft­han­sa suchen sich auch die Feri­en- und Urlaubs­zeit mit dem größ­ten Pas­sa­gier­auf­kom­men für ihre Streiks aus.

Wanderer verunglückt

Feuer

Mar­cos y Cor­de­ros Quel­len

… und wie­der ein­mal ein Knö­chel­bruch bei den Mar­cos y Cor­de­ros Quel­len. So lang­sam avi­siert die­se Tour zur unfall­träch­tigs­ten Stre­cke auf La Pal­ma. Am Frei­tag muss­ten Hilfs­kräf­te über meh­re­re Kilo­me­ter einen lauf­un­fä­hi­gen Wan­de­rer durch die Tun­nels und Eng­stel­len in 900 Meter Höhe zur nächs­ten Stra­ße tra­gen. Kei­ne Woche ver­geht ohne Ret­tungs­ein­satz auf die­ser aben­teu­er­li­chen Wan­der­stre­cke.

Die Tour ist eigent­lich nicht beson­ders gefähr­lich, ver­langt aber Tritt­si­cher­heit, Kon­zen­tra­ti­on und Aus­dau­er. Vie­le Wan­de­rer über­schät­zen ein­fach ihre Kon­di­ti­on. Nur mit einer Taschen­lam­pe durch enge Tun­nels zu lau­fen, den Kopf recht­zei­tig vor den spit­zen Lava­bro­cken ein­zu­zie­hen und dabei noch auf die Löcher am Boden zu ach­ten, ver­langt Vor­aus­blick. Nicht jeder­manns Sache und vor allem kein Spa­zier­gang.

Ein fal­scher Tritt und die Wan­de­rung ist been­det. Aus­führ­lich beschrie­ben habe ich die­se Tour “Aben­teu­er­li­che Quel­len-Tour” in mei­nem Buch La Pal­ma – Rät­sel­haf­te Insel (zum Inhalts­ver­zeich­nis).

Auch an die­ser Stel­le wie­der einen Dank an die Feu­er­wehr und die Hilfs­kräf­te von La Pal­ma. Es ist wohl deren Job, der aber immer wie­der über­mensch­li­che Kräf­te bean­sprucht, oft nicht unge­fähr­lich ist und ein beson­de­res Enga­ge­ment vor­aus­setzt. Einen Job kann man nach Norm oder auch mit “Herz­blut” erle­di­gen … und zur zwei­ten Gat­tung zäh­le ich die­se Hel­fer.

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