Island – Spalteneruption hat begonnen

Warnung: Eine Spalteneruption hat nördlich von Dynjujökull gestartet.

Das ist der offi­zi­el­le Warn­hin­weis des Ice­land Met Office (IMO) und der Vedur. Die ers­ten Web­cam Auf­nah­men zei­gen einen Feu­er­schein und aus­tre­ten­de Dämp­fe. Gegen Mit­ter­nacht hat, wie von vie­len erwar­tet, die sicht­ba­re Erup­ti­on des Bardar­bun­ga begon­nen. Die letz­ten star­ken Beben haben den Eis­durch­bruch geschafft.

In der bereits ges­tern erwähn­ten Eis­spal­te, nörd­lich des Dyng­ju tritt an meh­re­ren Punk­ten Lava und Gas aus. Wie lang die­se so genann­te Spal­ten­erup­ti­on ist, wird sich erst heu­te abschät­zen las­sen. Der ers­te Erup­ti­ons­schub hat sich gegen 2.40 Uhr ver­lang­samt.

Es hat jetzt doch eini­ge Tage ange­dau­ert, bis die am 23. August 2014 begon­ne­ne Erup­ti­on die dicken Eis­bar­rie­ren durch­schmol­zen hat. Ges­tern wur­de noch fest­ge­stellt, dass ein naher See inner­halb von 24 Stun­den sei­nen Was­ser­stand durch zuflie­ßen­des Glet­scher­was­ser um 10 Meter erhöht hat.

Nach IMO Anga­ben sind noch kei­ne den Flug­ver­kehr beein­träch­ti­gen­den Asche­par­ti­kel in die Atmo­sphä­re gebla­sen wor­den. Trotz­dem wur­de im Vul­kan­ge­biet die Warn­stu­fe wie­der auf “Rot” gesetzt. Gro­ße Men­gen Mag­ma sind in den letz­ten Tagen in die Kam­mer nach­ge­strömt. Das Poten­ti­al für eine star­ke Erup­ti­on ist vor­han­den.

Jedoch könn­te in den kom­men­den Tagen der Ex-Hur­ri­kan Cris­to­bal zur Hil­fe kom­men. Das Tief­druck­ge­biet dreht sich gegen den Uhr­zei­ger­sinn und könn­te eine mög­li­che Aschen­wol­kenach Nord­os­ten ver­we­hen. Dann wür­de Skan­di­na­vi­en ein Pro­blem bekom­men.

Aber die Natur und die Vul­ka­ne sind unbe­re­chen­bar. In der Regel sind es nur wage Ver­mu­tun­gen, aber wie jetzt aus­nahms­wei­se die Erup­ti­on, lies sich anhand von Fak­ten zu 90 % vor­her­sa­gen. Wie lan­ge und wie stark die Erup­ti­on andau­ert, liegt nicht in Men­schen­hand.

Es kann nur ein kur­zer Druck­ab­bau mit Gas und wenig Lava sein –  aber bei ent­spre­chen­dem Mag­ma­nach­schub aus dem Erd­in­nern sich auch kräf­tig wie die Eyjaf­jal­la­jökull – Erup­ti­on  2010 ent­wi­ckeln.

Das eigent­li­che Pro­blem für die Islän­der liegt aber im Abschmel­zen der Eis­kap­pen. Rie­si­ge Was­ser­men­gen könn­ten in kür­zes­ter Zeit die Bäche und Flüs­se anschwel­len las­sen und auch wei­ter im Lan­des­in­nern grö­ße­re Schä­den ver­ur­sa­chen.

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