Jetzt die Ruhe nach dem Sturm

Sturm

Windböen bis 145 km/h im Süden von La Palma -

Der ange­kün­dig­te Sturm ist über La Pal­ma hin­weg gezo­gen. Jetzt liegt die Insel wie­der sanft und fried­lich wie immer da (Foto um 11.00 Uhr).

Fast pünkt­lich gegen 3.00 Uhr in der ver­gan­ge­nen Nacht brach die Natur­ge­walt los. Mit Wind­spit­zen von 145 km/h in Fuen­ca­li­en­te, Tiga­la­te 111 km/h oder am Flug­platz Mazo mit 105 km/h erreich­te er an man­chen Orten Orkan­stär­ke.

SturmAn ruhi­gen Schlaf war bei den meis­ten Bewoh­nern heu­te nicht zu den­ken. Beglei­tet wur­de der Sturm von aus­gie­bi­gem Regen, der zwi­schen 5.00 und 7.00 Uhr mehr einem Wol­ken­bruch ähnel­te (Foto: Ger­mán Pérez Hernán­dez).

Den Rekord stell­te Miraf­lo­res (ober­halb der Haupt­stadt) mit 98,3 l/m² in den letz­ten 12 Stun­den auf. Aber auch direkt in San­ta Cruz de La Pal­ma 66,2 l/m², San Pedro (Bre­na Alta) 75,8 l/m² oder auch bei mir in Mazo mit 40,2 l/m², konn­te man sich über man­geln­den Nie­der­schlag nicht beschwe­ren.

Lei­der floss das meis­te Was­ser ober­ir­disch ab in den Atlan­tik. Um die Insel rich­tig zu wäs­sern, wäre ein Land­re­gen über meh­re­re Tage not­wen­dig gewe­sen. Aber so eini­ge künst­li­chen Was­ser­de­pots konn­ten trotz­dem auf­ge­füllt wer­den.

Was­ser in Hül­le und Fül­le gibt im Moment die Cal­de­ra de Tab­u­ri­en­te frei. Wo sonst Wan­der­we­ge in den Senk­kra­ter füh­ren, fließt jetzt ein rei­ßen­der Strom. Das Bar­ran­co de Las Angus­ti­as hat sich in einen Fluss ver­wan­delt der sei­nen Weg über Puer­to de Taza­cor­te ins Meer sucht.

Umge­stürz­te Bäu­me, Erd­rutsch und Stein­schlag mach­ten über Stun­den vie­le Stras­sen und Wege unpas­sier­bar. Die Feu­er­weh­ren und Hilfs­kräf­te sind aber dar­auf vor­be­rei­tet. Kurz­fris­tig wer­den die Hin­der­nis­se und Bar­rie­ren aus dem Weg geräumt.

Die Folgen von Sturm und Regen brauchen noch etwas Zeit

SturmEini­ge Stra­ßen blei­ben jedoch län­ger geschlos­sen, da grö­ße­re Auf­räum­ar­bei­ten not­wen­dig wer­den.

Auch alle Wan­der­we­ge und Refu­gi­en sind gesperrt. Zu groß ist das Risi­ko von Erd­rutsch- und Stein­schlag. Auch wenn kei­ne Beschil­de­rung oder ein Absperr­band vor­han­den ist, dür­fen die­se Wege zur Zeit nicht betre­ten wer­den.

Die Zufahrt zum Roque de los Much­achos ist nur begrenzt mög­lich (Foto: Jor­ge Gon­za­lez Cabre­ra). Stun­den­wei­se muss die­se Stre­cke wegen Bau­ar­bei­ten ganz gesperrt wer­den.  Es herrscht oben Dau­er­frost bei minus 3°C und 1o Meter Sicht (15.00 Uhr – sie­he auch Web­cam).

 

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