Kreuzfahrtschiffe – Mehr Schein als Sein?

Kreuzfahrtschiff Serenissima

 Schöne und Schlichte – die Optik der Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrtschiffe - SerenissimaKreuz­fahrt­schif­fe erkennt man meist schon aus der Fer­ne. Wenn 20 Kilo­me­ter vor der Küs­te von La Pal­ma die Sil­hou­et­te eines Schif­fes am Hori­zont auf­taucht, lässt sich bereits unter­schei­den, ob ein Kreuz­fahrt­schiff, ein Con­tai­ner-, Tank-, Mili­tär- oder Fähr­schiff im Anmarsch ist. Nicht ganz so ein­fach fällt da die Ein­stu­fung der Sere­nis­si­ma. Wie ein altes Haus­müt­ter­chen in schwarz/weiß stampft sie daher. Sie ist ein altes 1960 in Nor­we­gen erbau­tes Post­schiff, das bis zum Jah­re 2001 als die “Harald Jarl” die Hur­tig­ru­ten bedien­te. Nach ihrem Ver­kauf und Umbau durch die fin­ni­sche Pre­mier Crui­ses, fährt es seit April 2013 für die rus­si­sche Vol­ga Crui­se als Kreuz­fahrt­schiff. Wie vie­le Schif­fe, ist auch sie in einem “Bil­lig­land” zuge­las­sen und fährt unter der Flag­ge von St. Vin­cent und die Gre­na­dinen. Der Name wur­de in den letz­ten Jah­ren mehr­mals gewech­selt, jetzt heißt sie Sere­nis­si­ma (benannt nach einem Stadt­teil von Vene­dig)

Kreuzfahrtschiffe - Serenissima AnkerSpu­ren der Ver­gan­gen­heit bei der sicher oft der Anker benutzt wer­den müss­te, sind heu­te noch am vor­de­ren Schiffs­auf­bau zu erken­nen. Der Anker liegt ver­deckt hin­ter der Bord­wand und ist von einem Edel­stahl­ge­häu­se umge­ben. Die­se sel­te­ne Bau­form ermög­licht auch an schma­len Stel­len oder engen Häfen anzu­do­cken. Frü­her wur­den bis zu 600 Pas­sa­gie­re als Post­schiff in Skan­di­na­vi­en beför­dert. Nach dem Umbau zum Kreuz­fahrt­schiff hat es nur noch Platz für max. 96 Gäs­te bei 48 Mann Besat­zung. Es sind Luxus-Sui­ten ent­stan­den, die vor allem von ame­ri­ka­ni­schen Gäs­ten gebucht wer­den. Ein äußer­lich schlich­tes Kreuz­fahrt­schiff,  ohne mar­kan­te Hin­gu­cker. Der ers­te Schein kann aber auch trü­gen – ich konn­te es nicht tes­ten.

Welche Kreuzfahrtschiffe würden Sie bevorzugen?

Kreuzfahrtschiffe - AIDAcaraIm Ver­gleich dazu auch ein “klei­nes” Kreuz­fahrt­schiff. Auf­fal­lend und ein­la­dend kommt es mit gespitz­ten Lip­pen daher. Kein Luxus­li­ner, aber auch im Innern gut – das konn­te ich vor Jah­ren schon tes­ten. Ein “VW” unter den Kreuz­fahrt­schif­fen.

Die etwas grö­ße­re AIDA­ca­ra – Bau­jahr 1996. Es war das ers­te Kreuz­fahrt­schiff der Deut­schen See­ree­de­rei mit dem heu­te für die gan­ze Flot­te cha­rak­te­ris­ti­schen Auge mit Kuss­mund. Auch der Name soll­te unver­wech­sel­bar sein und muss­te mit “A” begin­nen und genau­so enden. Das war bei der Deut­schen See­ree­de­rei so Tra­di­ti­on. Der Name AIDA – Das Club­schiff” strahl­te hier erst­mals vom Rumpf. Erst 2001 wur­de das Kreuz­fahrt­schiff unter dem neu­en Eig­ner – der Car­ni­val Cope­ra­ti­on, Mia­mi – in AIDA­ca­ra umbe­nannt. Es war auch das ers­te AIDA Schiff, das vor mehr als 12 Jah­ren auf La Pal­ma ein­lief und auch mein ers­tes Kreuz­fahrt­schiff mit dem ich beruf­lich Kon­takt hat­te.

Inzwi­schen mehr­fach moder­ni­siert und umge­baut. Immer noch ein schö­nes Schiff – nicht so groß wie die jüngs­ten Neu­bau­ten – gan­ze 1339 Pas­sa­gie­re und mit allen Annehm­lich­kei­ten aus­ge­stat­tet.

In den ver­gan­ge­nen Tagen (Foto) wie­der erst­mals zum neu­en Sai­son­auf­takt im Hafen von San­ta Cruz de La Pal­ma. Alle 14 Tage wird es nun par­al­lel mit der AIDA­stel­la – die wöchent­lich kommt, unser Gast sein.

High­lights an Kreuz­fahrt­schif­fen erwar­ten uns auch in der kom­men­den Woche. Am Mon­tag kommt die Queen Vic­to­ria der eng­li­schen Cunard Line und am Don­ners­tag das neue TUI Flag­schiff “Mein Schiff 3″. Dar­über wer­de ich berich­ten.

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