Vulkan Aschewolke verschlingt Touristen

Vulkan Aschewolke Japan

Vulkan Aschewolke: Der Mensch hat keine Chance

Wie schnell sich die Vul­kan Asche­wol­ke des japa­ni­schen Vul­kan Onta­ke aus­brei­tet, zeigt das fol­gen­de Video (Dan­ke Peter Kocks­holt). Es dürf­te von einer Web­cam auf­ge­zeich­net wor­den sein (Nach­trag zum gest­ri­gen Bei­trag).

Bei die­ser Aus­brei­tungs­ge­schwin­dig­keit gibt es kei­ne Chan­ce zur Flucht.

Die Zahl der getö­te­ten Wan­der­tou­ris­ten ist inzwi­schen auf 34 ange­stie­gen. Rund 40 Per­so­nen wur­den ver­letzt. Nach Zeu­gen­aus­sa­gen waren es meist die Gas- und Asche­par­ti­kel die in die Lun­gen ein­dran­gen und einen Atem- bzw. Herz­still­stand ver­ur­sach­ten. Aber auch aus dem Kra­ter aus­ge­schleu­der­te Gesteins­bro­cken erschlu­gen oder ver­letz­ten Wan­de­rer.

Kritik wird laut

Inzwi­schen meh­ren sich auch die Kri­ti­ker. “Es hät­ten ein­deu­ti­ge Warn­si­gna­le für eine bal­di­ge Erup­ti­on vor­ge­le­gen. Aus Sicher­heits­grün­den hät­te das Gebiet um den Berg für Tou­ris­ten gesperrt wer­den müs­sen.”


Genau den Tenor den ich ges­tern bereits ver­tre­ten habe. Was macht es schon aus, wenn ein Gebiet auch über Wochen für “Frei­zeit­ver­gnü­gen geschlos­sen wird. Es gibt genü­gend ande­re Wan­der­mög­lich­kei­ten.

Ein Tou­rist ver­traut, da er nicht Orts- und wahr­schein­lich auch nicht Sach­kun­dig ist, den ört­li­chen Behör­den. Sie sind es, die die Lage am bes­ten Ein­schät­zen kön­nen. Bei einer dro­hen­den Vul­ka­nerup­ti­on geht es erst um die Sicher­heit und dann um evtl. wirt­schaft­li­che Inter­es­sen.

Lie­ber ein­mal mehr abge­sperrt, als solch eine Kata­stro­phe ris­kiert. Die Opfer wür­den es sicher jetzt dan­ken.

Es ist immer das glei­che Dilem­ma – und nicht nur hier – zwi­schen den wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen der vom Tou­ris­mus pro­fi­tie­ren­den Anwoh­nern, die auch Wäh­ler sind – und der siche­ren Sei­te, zu ent­schei­den.

Die Ent­schei­dung wird auch in Japan von Polit­kern getrof­fen. Die Wis­sen­schaft­ler haben bei der Wil­lens­fin­dung nur einen bera­ten­den Sta­tus – sie­he auch hier­zu “Die Ent­schei­dung eines Kri­sen­sta­bes

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