Vulkantube Todoque auf La Palma

Vulkanhöhle Todoque

Wird Vulkanhöhle Todoque bald eröffnet?

Vulkantube TodoqueBald kön­nen die Besu­cher erha­ben über das Lava­feld des Vul­kan San Juan auf La Pal­ma spa­zie­ren. Eine rund 450 Meter lan­ge Pro­me­na­de mit einer Brü­cke führt über den Lava­strom des 1949 aus­ge­bro­che­nen Vul­kan San Juan bei Todo­que auf der West­sei­te der Insel. Sie bil­det den Zugang zur Vul­kan­tu­be Todo­que die auf 300 Meter Län­ge aus­ge­baut und begeh­bar wer­den soll. Bis­her war es nur schwie­rig mög­lich den scharf­kan­ti­gen Lava­strom zu durch­que­ren. Der Besuch der Vul­kan­tu­be Todo­que selbst sogar lebens­ge­fähr­lich. Eine oft nur weni­ge Zen­ti­me­ter dicke Höh­len­de­cke muss­te bei der Suche nach dem ver­steckt lie­gen­den Höh­len­ein­gang mehr­fach – oft unbe­wusst – über­quert wer­den. Im Höh­len­be­reich kann bereits das Auf­flie­gen der dort leben­den Tau­ben, Stein­schlag aus­lö­sen. Mehr­fach habe ich das bei mei­nen Exkur­sio­nen erlebt. Die Vul­kan­tu­be selbst ist 1,7 km lang und stre­cken­wei­se, bei einer Kopf­hö­he von 60 cm, nur auf dem Bauch zu pas­sie­ren.

Wie ist die Vulkantube Todoque entstanden?

Eingestürzte Vulkantube TodoqueSo sieht ein ein­ge­bro­che­nes Teil­stück einer Neben­röh­re aus (Foto links). Flüs­si­ge und 1000 bis 1100°C hei­ße Lava ergoß sich im Juni 1949 aus einem der drei Erup­ti­ons­öff­nun­gen des San Juan in 1900 Meter Höhe und schoss über 7 km zu Tal. Der zunächst offe­ne Lava­ka­nal kühl­te sich an den Rän­dern zuneh­mend ab und bil­de­te immer höher wach­sen­de Sei­ten­wän­de, die schließ­lich den Lava­strom ein­schlos­sen. Die noch flüs­si­ge Lava im Innern die­ser sich bil­den­den Röh­re floss nun iso­liert wei­ter Rich­tung Meer ab. Mit Erlö­schen der Vul­kan Erup­ti­on leer­te sich die Röh­re und hin­ter­ließ die Lava­tu­be, -röh­re oder auch Vul­kan­höh­le Todo­que. Nähe­res hier zur Vul­ka­nerup­ti­on des San Juan und der Vul­kan­tu­be Todo­que.

Vulkantube Todoque… und das wird das neue Info Cen­ter im Lava­strom bei Todo­que.  Ein mit Lava­bro­cken ver­klei­de­tes Gebäu­de, das sicher nach Fer­tig­stel­lung auch die Kas­se beher­ber­gen wird. Natu­ral del Tubo Vol­ca­ni­co Todo­que oder auch Cue­va de las Palo­mas (Tau­ben­höh­le) soll es benannt wer­den. Über die Namen­ge­bung ist man sich noch nicht einig. Klar ist aber, dass mit die­ser Erschlie­ßung auch der nor­ma­le “Tou­rist” gefahr­los eini­ge hun­dert Meter durch die Vul­kan­tu­be Todo­que spa­zie­ren kann. Er bekommt im bizar­ren Lava­feld einen “Über­blick” über die Gewalt und das Aus­mass einer Vul­ka­nerup­ti­on. Es wird sicher ein Tou­ris­ten­ma­gnet, wie schon der Vor­zei­ge­vul­kan San Anto­nio im Süden bei Fuen­ca­li­en­te und damit eine Kon­kur­renz.

und die Baukosten der Vulkantube Todoque

Vulkantube Todoque BautafelEs ist auf den Kana­ren schon typisch, dass die Bau­kos­ten auf Hel­ler und Pfen­nig im vor­aus ermit­telt wer­den. 1.863.633 Euro und 91 Cent steht groß links auf der Tafel. Es ist ein Witz – wahr­schein­lich aber die Vor­ga­be der Geld­ge­ber – da jeder weiß, dass die­ses Limit noch nie ein­ge­hal­ten wur­de. Immer kom­men noch eini­ge Tau­send Euro oder auch mehr am Ende dazu. Zeit bis zur Fer­tig­stel­lung wur­de viel ein­ge­plant. Am 24.6.2017 ist Ein­wei­hung (steht auch auf der Bau­ta­fel). Nach mei­nem Ein­druck dürf­te das Pro­jekt bereits bis Mit­te 2015 fer­tig sein. Ob es in die Land­schaft passt und ob die­ser hohe Auf­wand not­wen­dig ist, darf dann der Besu­cher selbst beur­tei­len. Es wäre sicher mit weni­ger Geld und Auf­wand mög­lich gewe­sen.  Wo genau die Mit­tel dazu her­kom­men, konn­te ich nicht fest­stel­len. Mit Brüs­sel und Madrid lie­ge ich sicher nicht dane­ben. Aber einem geschenk­ten Gaul, schaut man auch nicht ins Maul.

2
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
1 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
2 Kommentatoren
Manfred Betzwieserfrank wesner Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
frank wesner
Gast
frank wesner

Hal­lo,

war 2013 vor Ort, ohne ein­hei­mi­schen erfah­ren­den Füh­rer und Klet­ter­ab­si­che­rung ‚auf
kei­nem Fall betre­ten.

Gruß